Telefonsprechstunde für Kinder und Eltern

Angebot:

Telefonsprechstunde für Kinder und Eltern unserer Schule mit Frau Frie, Schulsozialarbeiterin

Liebe Kinder, sehr geehrte Eltern, sehr geehrte Erziehungsberechtigte,

die Schulschließungen sowie die einschränkenden Veränderungen in vielen Lebensbereichen haben gezeigt, wie anders Leben ist, wenn wir auf liebgewordene Kontakte zu Verwandten, Freunden und Bekannten verzichten müssen. Genauso einschränkend ist es, nicht mehr unbeschwert einkaufen oder ins Kino gehen zu können oder einfach zusammen Sport treiben zu treiben.

Sich auf Spielplätzen vergnügen oder dort ausgelassen herumzutoben ist auch nicht mehr möglich.

Auf vieles, das Spaß macht, müssen wir also verzichten. Andererseits sind wir viel mehr als Familie zusammen, erleben uns intensiver und teilweise bestimmt auch neu. Das kann auch viel Freude und Spaß machen.

Wenn ihr, liebe Kinder, in dieser neuen Situation mal nicht weiter wisst oder Unterstützung braucht, dann meldet euch bei Katrin Frie, unserer Schulsozialarbeiterin. Die meisten von euch kennen Sie ja.

Und wenn Sie, sehr geehrte Eltern, in diesen sehr problembeladenen Zeiten beispielsweise Fragen zu Erziehung oder zum Umgang mit Konflikten haben, rufen Sie Frau Frie gerne an.

Frau Katrin Frie ist unter der Telefonnummer 0171/2146923          

 zwischen 09.00 und 15.00 Uhr zu erreichen oder ruft ggf. zurück.

Herzliche Grüße

Michael Hiegemann

10 Tipps für Eltern: Lernen mit Kindern

(Kristina Timm1, Philipp Deing1 und Dr. Sascha Borchers2)

Lernen von zu Hause – das ist das Motto für Schülerinnen und Schülern in den nächsten Wochen in Zeiten vom Coronavirus. Dafür werden sie von ihren Lehrkräften mit Übungsmaterialien versorgt. Wie können Eltern, ihre Kinder angemessen beim Lernen und Arbeiten unterstützen? Schulpsychologen in der Bezirksregierung Münster haben zehn Tipps für Eltern, wie sie mit ihren Kindern lernen können.

  1. Sie sind keine Lehrkraft

Sie können und sollen die Schule und die Lehrer nicht ersetzen, sondern Ihr Kind so gut wie es Ihnen möglich ist begleiten.

2. Geben Sie dem Tag eine Struktur

Wichtig ist, dem Tag eine Struktur zu geben und vieles vom Ablauf her von Tag zu Tag ähnlich zu gestalten. Halten Sie feste Schlafens- und Aufstehzeiten, Pausen und Mahlzeiten und auch Bewegungs- bzw. Sportzeiten ein. Wir Menschen – und besonders Kinder – profitieren von diesem festen Rhythmus.

3. Sinnvolles und strukturiertes Üben

Ähnlich wie ein Schulmorgen sollte das Kind sich täglich für ein abgestimmtes Zeitfenster an die Aufgaben setzen. Besprechen Sie den „Stundenplan“ gemeinsam mit dem Kind.

Dabei ist es sinnvoller, häufiger und kürzer zu arbeiten. Die Konzentrationsfähigkeit von Kindern ist begrenzt! Überlegen Sie zusammen mit Ihrem Kind, wie viel es an einem Tag von den Übungen bearbeiten möchte oder sollte.

4. Wissen erarbeiten und vertiefen

Wechseln Sie ab zwischen Phasen, in denen Sie ihrem Kind helfen, sich Wissen zu erarbeiten, mit Phasen, in denen dieses Wissen gefestigt und wiederholt wird. Planen Sie für Wiederholung und Vertiefung insgesamt mehr Zeit ein als für die Erarbeitung eines bestimmen Lerninhaltes.

5. Vokabeln lernen

Vokabeln zunächst laut lesen und dann mehrmals schriftlich kontrollieren, bis sie sitzen. Nach acht bis zehn Vokabeln eine kleine Pause machen, insgesamt sollten Kinder nicht mehr als 30 bis 40 pro Tag lernen. Es empfiehlt sich, schwer merkbare Vokabeln auf Lernkarten zu schreiben oder zu markieren und regelmäßig zu wiederholen.

Schauen Sie als Anregung folgendes Video:  https://youtu.be/mHINTOrPlqQ

6. Umgang mit Konflikten

Manchmal fühlen Eltern sich nicht in der Lage, ihre Kinder hilfreich zu fördern: Sie sind vielleicht „viel zu nah dran“ oder sogar in Lernprobleme mit eingebunden.  Verstehen sie das Lernproblem nicht, unterstellen Eltern oft „Faulheit“ oder sind verärgert. In diesen Fällen empfehlen wir, weniger für die Schule zu machen und erst mehr in die Beziehung zu investieren. Viele Themen findet man heute im Internet schön aufgearbeitet. So müssen nicht Sie Ihrem Kind Inhalte erklären, sondern überlassen es dem Internet in einem sinnvollen Maß.

7. Nutzen Sie Bildungsmedien

Viele Fernsehanstalten haben ihr Programm geändert und bringen morgens interessante, gut aufbereitete Programme rund um schulische Themen. Nutzen Sie diese zur Auflockerung der Übungen. Viele dieser Angebote findet man später auch Online in den Mediatheken.

8. Im Zweifel bei der Lehrkraft nachfragen

Im Zweifelsfall stimmen Sie die Inhalte mit der Lehrkraft ab. Schreiben Sie Ihre Fragen per Mail oder rufen Sie in der Schule an. Wenn Ihr Kind inhaltliche Fragen hat, lassen Sie es diese formulieren und an die Lehrkraft schicken.

9. Konflikte als Chance

Natürlich wird es jetzt auch eine Zeit der Reibereien, Konflikte und des Streites sein. Das ist natürlich, normal und gehört zum Leben dazu. Aber diese Reibung können wir positiv nutzen: Ein gut gelöster Streit, die Zeit, in Ruhe nach Ursachen für Konflikte zu forschen und gemeinsam tragfähige Lösungen zu erarbeiten (Stichwort „Familienkonferenz“) ist gleich auf mehreren Ebenen wirksam: Sie ist beziehungsstiftend, steigert Sozialkompetenz und damit auch das Selbstbewusstsein. Nutzen Sie diese Zeit!

10. Genießen Sie die „geschenkte“ Zeit

In Krisensituationen wie diesen ist nicht immer alles schlecht. Beispielsweise ist es hilfreich, zu überlegen, welche Chancen die Krise bietet. In der aktuellen Situation ist dies mit Sicherheit die „geschenkte Zeit“: Wann werden wir wieder so viel Zeit wie jetzt mit unseren Kindern verbringen können?

Zeit, die wir für die Dinge nutzen können, für die wir sonst keine Zeit haben: Gemeinsam spielen, lesen, lachen, singen, kuscheln und vieles andere mehr. Und auch Zeit für jeden von uns selbst: Zeit zum Lesen, Musik hören, träumen, Sport machen. Für Eltern wie für Kinder ist es auch eine Chance, zur Ruhe zu kommen und sich darauf zu besinnen, was das Wesentliche ist. Zudem ist das Aushalten von Langeweile eine  Kompetenz, die einerseits unserer Gesellschaft abhandengekommen ist und andererseits direkt lern- und kreativitätsförderlich ist.

Kontakt

Sollten Sie zu dem hier Gesagten Fragen haben, stehen Ihnen u.a. unsere Schulsozialarbeiterin, Frau Katrin Frie, und auch die regionale Schulberatungsstelle des Kreises Coesfeld (02541-184051) zur Verfügung

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1 Regionale Schulberatungsstelle des Kreises Borken

2 Fachbeauftragter für Schulpsychologie bei der Bezirksregierung Münster